Der “Teufelskreis” der Anforderungsanalyse

Veröffentlicht von Jörg Friedrich am 12. November 2007

Das Ziel der Anforderungsanalyse für Softwaresysteme ist letztendlich die hinreichende Beschreibung von Geschäftsvorfällen, die so noch nicht existieren. Nur, wenn die Struktur eines Geschäftsvorfalles, der von der erst zu entwickelnden Software unterstützt werden soll, bekannt ist, können die Anforderungen an diese Software analysiert werden. Da aber der Geschäftsvorfall in seiner Struktur von eben dieser Software abhängt, bewegen wir uns in einem „Teufelskreis“. Diesen Teufelskreis gilt es zu durchbrechen.
Der Prozess der Anforderungsanalyse für Softwaresysteme ist mehrstufig und umfasst verschiedene Aspekte. Abhängig von den konkreten Rahmenbedingungen kann er unterschiedlich komplex sein. Er umfasst:

  • die Spezifikation der fachlichen Anforderungen
  • die Einordnung in die gesamte IT-Infrastruktur des Unternehmens
  • die Identifikation von Anwendungsfällen und die Ableitung von Testfällen.

Gleichzeitig wird ein Verfahren benötigt, mit welchem sichergestellt wird, das die gefundene Beschreibung vollständig und umfassend ist. Dies kann am ehesten sichergestellt werden, wenn die Geschäftsvorfälle

mehrdimensional analysiert werden, wenn mehrere Ansätze parallel verfolgt werden, die gewissermaßen orthogonal zueinander sind. Ein wichtiges Merkmal für die Vollständigkeit der Beschreibung ist dann die innere Konsistenz der Analyseteile: Jedes Element der Beschreibung innerhalb eines Ansatzes muss sich auch in den anderen Beschreibungsansätzen wieder finden lassen.

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