Ansätze zur Beschreibung von Geschäftsvorfällen

Veröffentlicht von Jörg Friedrich am 15. September 2007

Welche Ansätze zur Beschreibung von Geschäftsprozessen gibt es?

1. Die erste Frage, die gestellt werden kann, um Geschäftsvorfälle zu beschreiben und zu verstehen, heißt: Was wird getan? Welche Prozesse laufen ab und in welcher Reihenfolge, wann werden Entscheidungen getroffen, die den Prozessablauf ändern, wann ist ein Prozess abgeschlossen? In welche Teilprozesse zerfällt ein Prozessschritt?

Dieses Verfahren wird Geschäftsprozessanalyse genannt, im Ergebnis entstehen Geschäftsprozessmodelle.
2. Der nächste Ansatz lässt sich durch die Frage fassen: Womit beschäftigen sich die Akteure in den Geschäftsvorfällen? Welche Dokumente werden erzeugt, bearbeitet, verändert, vernichtet und welche Ressourcen werden dafür benötigt? Was wird mit diesen Objekten getan? Wie sind sie aufgebaut, bestehen sie aus Teilobjekten? Ein solches Verfahren ist die Geschäftsobjektmodellierung.
3. Ein weiterer Ansatz besteht darin, nach den Daten, den Informationen zu fragen, die im Geschäftsvorfall benötigt, erzeugt, verändert und gelöscht werden. Welche Entitäten gibt es, welche Attribute haben diese? Wie hängen die Entitäten miteinander zusammen. Welche Restriktionen bestehen für die Attribute, welche Datentypen haben sie? Dieses Verfahren ist die logische Datenmodellierung.
4. Schließlich gibt es die Möglichkeit, zu versuchen, die Interaktion des Benutzers mit der Software unmittelbar zu beschreiben. Welche Menüpunkte sollen existieren, wie sollen Dialoge aufgebaut sein, welche Elemente sollen diese haben, welche Aktionen sollen ausgeführt werden können und mit welchem Ergebnis? Ziel dieses Ansatzes ist die Erstellung eines „Papierprototypen“.

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